Um ein optimales Maß an Patientenzufriedenheit zu erreichen, müssen die Erwartungen des Patienten in einem ausführlichen Gespräch evaluiert werden.

Grundsätzlich ist es unmöglich, eine größere Glatze, der ein kleinerer Haarkranz gegenübersteht, mit jugendlicher Haardichte wieder zu decken.

Gesichtsform, Dichte des Haarkranzes, Struktur und Farbe des Haarkranzes bestimmen weiterhin Möglichkeiten und Grenzen der Haartransplantation. Bei sehr feinem, blondem oder grauem Haar macht es wenig Sinn, viele Einzellhaare zu verpflanzen, da hiervon wenig optische Wirkung zu erwarten ist. Bei der Einschätzung der Spenderkapazität ist die individuelle Haarsituation ausschlaggebend. Es muss vom denkbar ungünstigsten Verlauf des weiteren Haarausfalles ausgegangen werden. Wichtigste Voraussetzung für eine langfristige erfolgreiche Haartransplantation ist folglich ein konsequentes Behandlungskonzept, das sowohl den allgemeinen Alterungsprozess als auch die individuelle Glatzenbildung berücksichtigt. Mit diesem Konzept muss man immer eine Sicherheitsreserve einplanen, damit eventuell weiter fortschreitender Haarausfall durch eine Folgebehandlung berichtigt werden kann. Die Haare müssen in der von der Natur vorgegebenen Richtung wachsen.

Die Dichte darf nicht zu unterschiedlich sein, sondern sollte möglichst homogen sein. Der Haaransatz muss zu den Proportionen von Gesicht, Stirn und Kopfform passen.

  1.  Sehr genaue Analyse, wie der Haarausfall in der Zukunft weiter verlaufen wird
  2.  Vorhandensein ausreichender Spenderfläche
  3.  Ausreichende Dichte der Haare im Hinterkopfbereich

Nicht bei jedem Haarausfall ist eine Haartransplantation sinnvoll. Zunächst muss die Ursache ermittelt werden. Die Therapie richtet sich natürlich nach der Ursache.

Indikationen zur Durchführung von Haartransplantation sind die androgenetische Alopezie, die angeborene Alopezie und vernarbende Alopezie nach Unfällen, Operationen und Bestrahlungen sowie Augenbrauenrekonstruktionen.