Die Entnahme der Spenderhaut am Hinterkopf erfolgt in örtlicher Betäubung. Die Entnahmestelle wird primär mittels Naht verschlossen. Der am Hinterkopf entnommene Hautstreifen wird vor dem Einsetzen unter dem Lupenmikroskop subtil präpariert um follikuläre Einheiten mit 1 bis 3 Haaren zu gewinnen. Man nennt “follikuläre Einheit” Gruppen von 1 bis 3 Haaren, die so nah beieinander liegen,dass sie bei der Präparation nicht ohne Risiko von Zerstörung getrennt werden könnten. So kann man bei Transplantaten von gleichem Durchmesser unterschiedliche Anzahlen von Haaren erhalten. Danach sortiert man die Transplantate und die mit 1 Haar werden im Haarlinienbereich,die mit 2 bis 3 in den hinteren Partien benützt. Im Anschluss daran wird die Empfangsfläche örtlich betäubt und die Transplantate werden in die flächenhaft gesetzten Empfangskanäle eingesetzt. Bei der Haartransplantation kann ein erfahrenes Team bis zu 2.500 folliculäre units pro Behandlung transplantieren und auch größere Glatzen in zwei bis drei Behandlungen bedecken.

Die ganze Prozedur dauert, abhängig von der Menge der Transplantate, zwischen 2 und 4,5 Stunden. Danach werden die Haare mit einer sterilen Lösung gewaschen und geföhnt. Anschließend kann der Patient sofort nach Hause fahren. 14 Tage später müssen die Fäden am Hinterkopf gezogen werden.